Rentner und die Selbständigkeit nebenbei

1. Wie viel dürfen Sie hinzuverdienen?

2. Krankenversicherung

3. Anmeldungen:

4. Steuern:

 

 

1. Wie viel dürfen Sie hinzuverdienen? zurück

 

- Nach Vollendung des 65. Lebensjahres: „Wenn Sie die Regelaltersrente beziehen, können Sie grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen. Sie müssen Ihre Beschäftigung auch nicht Ihrem Rentenversicherungsträger melden.“ Information der BfA.

- Erhalten Sie eine Alterrente vor Vollendung des 65. Lebensjahres, gibt es Begrenzungen. Diese Grenzen sind in der Broschüre „Rente und Hinzuverdienst – Altersrenten“ der BfA beschrieben

- Erhalten Sie eine Rente aufgrund von verminderter Erwerbsfähigkeit gibt es Grenzen, innerhalb derer Sie Geld hinzuverdienen können, ohne, dass es sich auf die Rente auswirkt. Dazu mehr in der Broschüre „Rente und Hinzuverdienst – Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit“

2. Krankenversicherung zurück

Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist eine Pflichtversicherung für Rentner. In ihr werden Rentner und Rentenantragsteller versichert, die für eine bestimmte Dauer Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (so genannte Vorversicherungszeit) waren.

 

Der Vorteil: Die KVdR trägt 50 Prozent der Beträge zur Krankenversicherung. Rentner, die zusätzliches Einkommen aus nebenberuflich (oder besser „nebenrentnerisch“) selbständiger Tätigkeit  haben, müssen diese zusätzlichen Einnahmen zusätzlich bei der Krankenversicherung angeben. Diese erhöht sich unter bestimmten Bedingungen. (Sind Rentner hauptberuflich selbständig, können sie nicht mehr über in die KVdR aufgenommen werden und müssen sich mit vollen Beiträgen selbst krankenversichern)

 

Die BfA informiert dazu: Die Beiträge zur KVdR müssen von der Rente gezahlt werden. Das gilt auch, wenn Krankenversicherungspflicht nach anderen Vorschriften (z. B. aufgrund einer Beschäftigung) besteht. Hat der Rentner weitere Einnahmen, die mit der Rente vergleichbar sind (Versorgungsbezüge) oder Arbeitseinkommen als Selbständiger, so sind auch diese Einnahmen beitragspflichtig. Bezieht ein Berechtigter mehrere Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung (z. B. Versicherten- und Witwen(r)rente), sind alle Renten beitragspflichtig.“

 

Für die Einnahmen aus der Selbständigkeit gilt nicht der Vorzug, den Sie bei der Rente genießen, nämlich dass die KVdR die Hälfte der Beiträge trägt. Dieses Einkommen wird voll mit dem Beitragssatz der Krankenkasse angerechnet. Wie hoch dieser ist, hängt von der Krankenkasse ab. Einkommen ist wie in allen Formen der Selbständigkeit die Summe der Einnahmen minus Betriebskosten (Schreibwaren, Fahrtkosten, Telefon, Büromiete, Materialien usw.)

 

Ein Beispiel:

Sie haben eine Rente von                             800 Euro pro Monat

und Einkommen aus Selbständigkeit von      400 Euro pro Monat.

Der Beitragssatz Ihrer Krankenkasse beträgt 14 %

 

Dann wird wie folgt gerechnet:

Sie zahlen die Hälfte der Beiträge aus der Altersrente (14% von 800 Euro monatlich =112 Euro Beitrag davon 50 % sind 56 Euro)

Plus Beiträge aus der Tätigkeit als Selbständiger nebenbei in voller Höhe (14 % von 400 Euro = 56 Euro)

Übersteigt Ihr Einkommen aus Rente plus Einnahmen aus Vermietung dun Verpachtung plus andere Versorgungsbezüge die Schwelle von 3784,50 Euro (in 2004) brauchen Sie Beiträge zur Krankenversicherung nur bis zu diesem Wert zahlen. Für die Einnahmen darüber hinaus wird keine weitere Versicherung fällig.

 

Mehr Informationen zur Krankenversicherung und Rente in der entsprechenden Broschüre der BfA

 

Je nach Krankenkasse erhöht sich der Beitrag. Hier müssen Sie sich (am besten schon vor Aufnahme der Tätigkeit) direkt bei der Krankenkasse erkundigen, wie viel Beitrag für Sie konkret fällig wird. Dies hängt von sehr vielen Faktoren ab (welche Art von Rente(n) Sie beziehen und wie viel) und lässt sich nicht verallgemeinern.

3. Anmeldungen: zurück

 

Wie bei allen (Teilzeit-)selbständigen müssen Sie Ihre Tätigkeit beim Gewerbeamt anmelden. Das Finanzamt muss ebenfalls informiert werden. Auch alle übrigen Anmeldungen gelten genau wie bei allen anderen Selbständigen.

 

4. Steuern: zurück

Sie müssen das zusätzliche Einkommen (Einnahmen minus Kosten) wie jeder andere Teilzeit-Selbständige versteuern. Hier sind gerade die gesetzlichen Regelungen zur Rentenbesteuerung geändert worden. Erkundigen Sie sich am besten bei einem Steuerberater. Solche Kosten sind übrigens Betriebskosten, die Sie von Ihren Einnahmen abziehen können.

Link: Artikel zum Thema Rentenbesteuerung aus der FAZ

 

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